Inmitten der Seuche

Lebensbedrohliche Krankheiten

Ebola, Coronavirus und Influenza sind nur drei der vielen angstmachenden Wörter unserer Tage. Krankheiten, die lebensbedrohlich sind und grassierend um sich greifen. Es wird alles mögliche versucht, ihre Ausbreitung zu stoppen, Impfmittel gegen diese Krankheiten herzustellen und eine regionale aber auch weltweite Katastrophe zu verhindern.

Sorge und Angst

Unser Gesundheitssystem hat sich die letzten Jahrzehnte immens verbessert und wir können sehr dankbar dafür sein. Trotzdem sind viele Menschen in Sorge und Angst sich auch anzustecken. Als Christen dürfen wir unserem himmlischen Heiland vertrauen der über unserem Leben wacht und uns nichtszustoßen lässt was nicht richtig für uns ist.

In Zeiten von Pest und Cholera

Wenn wir heute jemand besuchen an einer der erwähnten Krankheiten erkrankt ist, so gelten hohe Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit der Person sodass wir uns nicht auch infizieren können. Doch wie war es damals zur Zeit der Pest und Cholera? Ich las einen interessanten Berict von C.H.Spurgeon der uns als Kinder Gottes ermutigt auf den Herrn trotz widriger Umstände fest zu vertrauen und in seiner Kraft auch seine Aufträge zu erfüllen – mögen sie auch gefährlich sein. Gott steht zu seinen Kindern und möchte sich in ihnen verherrlichen.

Spurgeon während der Seuche

Kaum hatte Spurgeon seinen Dienst in der Londoner Gemeinde begonnen, brach eine schreckliche Seuche aus. Fast jede Familie in der Gemeinde war davon betroffen. Viele starben. Er tat, was er konnte, wurde aber, angesichts der vielen Krankenbesuchen, Beerdigungen und Besuchen der Hinterbliebenen, müde. Als er wieder einmal von einer Beerdigung nach Hause ging, sah er im Schaufenster einer Schusterwerkstatt ein Schild mit Psalm 91,9-10. „Es wirkte sofort auf mich. Ich fühlte mich sicher, erfrischt und von der Kraft der Unsterblichkeit gestützt. Ich konnte jetzt mit Ruhe und Frieden die Sterbenden besuchen; ich hatte keine Angst vor dem Bösen und habe keinen Schaden genommen.“
(nach Petersen, Psalmen, Lieder des Lebens, Hänssler 2001)
Denn du [sprichst]: Der HERR ist meine Zuversicht! Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht;
kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen.
Psalm 91,9-10

Der Fisch zappelt noch

Die harte Predigt und der zappelnde Fisch

Hallo liebe Freunde – unlängst las ich diesen kurzen Absatz von Spurgeon und ich wollte ihn gerne mit euch teilen. Es ist interessant wie gut dieser Vergleich auf das geistliche Leben übertragen werden kann. Lies ihn dir mal durch – erkennst du dich darin?

 

C. H. Spurgeon:
Zuweilen höre ich von Personen, die, nachdem sie eine Predigt gehört haben, sehr erregt und zornig werden und ich sage mir: „Das tut mir gar nicht Leid.“ Während wird angeln, beißt zuweilen ein Fisch an und er bekommt den Angelhaken in seinen Mund. Er zieht an der Schnur. Wenn er tot wäre, würde er das nicht tun; aber es ist ein lebendiger Fisch, der wert ist, gefangen zu werden und wenngleich er an der Schnur zerrt und davonschwimmen möchte – er kann nicht mehr entrinnen, da der Angelhaken fest in seinem Kiefer sitzt. Seine Erregtheit und sein Zorn zeigt uns, das der Angelhaken ihn gefasst hat. Lasst die Schnur nur ein wenig locker: lasst ihn seine Kraft aufbrauchen; mit der Zeit werden wir ihn doch ans Land ziehen und dann werden wir ihn haben und er soll Christus dauernd angehören.

Quelle: CMV-Materialsammlung 3.0

 

Besser zappeln als tot.

Denn wenn der Fisch tot ist, so ist auch seine Hoffnung auf Überleben dahin.

Wie ist es in deinem geistlichen Leben? Sprechen dich die Botschaften im Gottesdienst und das persönliche Lesen des Wortes Gottes noch an? Wühlen sie dich auf und stellen dich vor Fragen? So soll das sein, denn das Wort Gottes ist kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert! Es bringt in einem bereiteten Herzen Veränderung und fördert den Wachstum zum Leben in der Heiligung.

Möge es doch immer öfter geschehen, dass uns die Botschaften im Gottesdienst und das Wort Gottes bei der persönlichen Bibellese aufrütteln, zur geistlichen und geistigen Arbeit auffordern und uns auf der Spur halten, um ein ihm wohlgefälliges Leben zu führen!

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.
Hebräer 4,12

Vergeben? – (Un)möglich!

Als aber dieser Knecht hinausging, fand er einen Mitknecht, der war ihm 100 Denare schuldig; den ergriff er, würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du schuldig bist!

Matthäus 18,28

Eine traurige Begebenheit

Ein Mann, namens Samuel Holmes, der zu Frankfort in Amerika wegen Mordes im Zuchthaus eingekerkert lag, erhielt eines Tages Besuch von seinem alten Schulfreunde Lucien Young. Dieser hatte vor Jahren durch tapfere Rettung einiger Menschenleben die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen und als er sich nun an den Gouverneur Blackburn wandte, um seinem Schulfreund Begnadigung zu erwirken, da wurde ihm diese in Anbetracht seines Verdienstes gern gewährt. Der Gouverneur unterzeichnete die Begnadigungsurkunde. Mit dieser in der Tasche, eilte er Young ins Zuchthaus zu seinem Freunde. Doch ehe er ihm von seiner Begnadigung Mitteilung machte, fragte er ihn unter anderem auch, was er zu tun gedächte, falls er begnadigt würde. „Was ich zu tun gedenke?“ war die hastige Antwort. „Ich würde nach Lancaster gehen und den Richter Owsley samt dem Mann umbringen, der wider mich gezeugt hat.“
Traurig, ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging Young von dannen; draußen vor der Zellentür zerriss er die Begnadigungsurkunde in Stücke. Weil Holmes selber nicht vergeben wollte, konnte ihm keine Vergebung zuteil werden.

Quelle: CVM Materialsammlung 3.0

 

Bevor du das Urteil sprichst

In der Bibel finden wir eine ähnliche Begebenheit wie in der Geschichte. Sie ist in Matthäus 18 nachzulesen. Bevor wir jedoch über das Verhalten dieser Männer urteieln gilt uns persönlich die Frage: Und wie handlen wir, wie handelst du täglich? Wir sind so wir die Wiedergeburt erfahren haben Kinder Gottes, uns wurde die Schuld unseres alten Lebens vergeben und wir sind vor Gott gerechtfertigt. Das ist unglaublich gewaltig und befreit uns von der eigentlichen Strafe, der Verdammnis die wir sonst gerechterweise verdient hätten.

 

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade,

die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht.

Epheser 1, 7-8

Begnadigt

Wir sind somit vor Gott begnadigte Sünder und dürfen in der täglichen Heiligung vor ihm leben, mit dem Ziel ihm immer ähnlicher zu werden und im Glauben zu wachsen.

Wie sieht es jedoch mit den Menschen aus die uns etwas schuldig sind, sei es finanziell oder zwischenmenschlich (böse Worte, Gerede, Verleumdung, körperliche Gewalt und weiteres). Sind wir bereit ihnen zu vergeben? Wie oft fällt uns das so schwer, aber dabei vergessen wir das uns doch viel mehr, ja alles vergeben wurde!

Habt acht auf euch selbst! Wenn aber dein Bruder gegen dich sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn es ihn reut, so vergib ihm.

Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigte und siebenmal am Tag wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben.

Lukas 17, 3-4

Wer vergibt lebt gesünder

– So sagt man es und es stimmt auch. Natürlich muss das Vergeben gerlernt werden und wird uns lange nicht immer leicht fallen, jedoch werden wir nur dann wirklich glücklich wenn wir jedem Menschen in unserem Umfeld frei und von Herzen vergeben. Denn das sollten wir niemals vergessen, uns ist noch viel mehr vergeben worden! Und dem nächsten auf immer böse zu sein bringt sowie mich als auch ihn nicht ein Stück weiter sondern kostet nur Zeit, Kraft und Nerven.

 

Bist du dir täglich bewusst was dir persönlich vergeben wurde? Ist dir die eigentliche Höhe DEINES persönlichen Schuldscheines bewusst? Handle in diesem Bewusstsein an deinem Nächsten!

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