Enttäuschung und Wut vs. Liebe und Vergebung

 

Liebe des Apostel Paulus zu den Korinthern (1.Korinther 1)

Die Ausgangslage

In der letzten Zeit beschäftige ich mich in meiner Bibellese intensiv mit dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther. Dabei ist mir ganz neu bewusst geworden, was Paulus doch für ein Mann der Charakterstärke, aber besonders der Liebe gewesen ist. Die Korinther befanden sich zu dem Zeitpunkt als Paulus den ersten Korintherbrief schrieb in einem geistlich schwierigen Zustand. Weltliche Lüste und Vergnügungen, sowie geistliche Irrlehren und Verwirrungen nahmen Einfluss auf die Gemeinde und ihre Glieder. Paulus, welcher sich auf Missionsreise befand, bekam davon mit und schrieb aufgrund dieser Nöte einen Brief an die Korinther.

Wenn uns der Kragen platzt, wenn wir in unserem Innersten gekränkt sind…

Wie ist es heutzutage, wenn wir mit einer Nachricht konfrontiert werden die uns widerstrebt, ja sogar uns persönlich angreift? Wie reagieren wir da? Ist nicht oft Ärger und Wut in unserem Herzen? Zorn über die Handlung oder das Gesprochene des anderen? Der Apostel Paulus wurde direkt durch etliche Glaubensgeschwister aus Korinth angegriffen. Es wurde eine falsche Meinung über ihn verbreitet, seine Lehre in ein falsches Licht gezogen und böse über ihn geredet.

Eine häufige Reaktion unsererseits wäre: Das Telefon in die Hand zu nehmen und die Stärke des Lautsprechers des Gegenübers mal in seiner Spitze zu testen, einen Stift zur Hand zu nehmen und mal richtig loszuschreiben was man denkt oder eben einfach die Kommunikation mit der Person abzubrechen, ihn aus den Kontakten zu löschen und zu sperren.

Wie handelt Paulus?

So das Verhalten des fleischlich gesinnten Menschen. Doch was tat Paulus? Er schrieb keinen Zornesbrief sondern einen Tränenbrief. Einen Brief indem er seine tiefe Trauer über dieses verwerfliche und ungeistliche Verhalten der Korinther zum Ausdruck brachte. Und was ich sehr bedeutet fand ist wie er diesen Brief beginnt.

Kapitel 1,1-3 → Begrüßung und Segenswunsch

Kapitel 1,4-9 → Freude und Dank des Apostels über die Korinther an Gott

Kapitel 1,10 ff. → Ermahnung aufgrund vorliegender Probleme

Das Beste für die Gemeinde

Hier finden wir geschrieben, wie sehr er diese Gemeinde liebte und das Beste für sie wünschte. Wir erkennen aus den einleitenden Versen in Kapitel eins echte Verbundenheit des Apostels trotz all der Missstände zu der Gemeinde

Und du?

Ich musste mir die Frage stellen wie es in diesem Gebiet bei mir persönlich ausschaut. Wie gehe ich mit Mitteilungen und Nachrichten um die mir gegen die Haut gehen? Wie reagiere ich auf die Änderung des Verhaltens meines Gegenübers der mir ehemals so freundlich gestimmt war?

Mir ist neu bewusst geworden was für ein großes Vorbild sich der Apostel Paulus in unserem Herrn und Heiland Jesus Christus nahm. Und wie sehr nachahmenswert es doch ist genauso zu handeln.

Die Auswirkung einer geistlichen, von Liebe geprägten Handlung

Wir sehen deutlich aus dem zweiten Korintherbrief das sich die Situation bei den Korinthern zum Positiven geändert hatte und der Tränenbrief seine Wirkung im positiven nicht verfehlt hat. Was wäre daraus geworden, wenn der Apostel Paulus einen Zornesbrief geschrieben hätte.

Wir können soviel bewirken an dem Herzen unseres Gegenübers, wenn wir gegen dessen Anschuldigung nicht mit Gegenanschuldigungen kontern, sondern wenn wir handeln wie Christus als der Vollkommene es tat. Und indem wir uns den Apostel Paulus, der ein fehlerhafter Mensch war wie wir, jedoch ein großer Glaubensmann gewesen ist zum Beispiel nehmen! Sein Verhalten zeigt uns auf: Es ist möglich anders zu reagieren und zu handeln als ich es bis jetzt tat. Und es stellt uns vor die Frage wie es eigentlich mit unserer Liebe zu dem Nächsten bestellt ist.

Probleme sind nicht aus dem Raum geschafft indem sie verschwiegen oder weg gekehrt werden! Wir müssen darüber reden was uns verletzt und beschwert. Wir müssen mit unserem Gegenüber in den Austausch kommen und sei es nur durch Briefwechsel, da wir uns bis zur Lösung des Problems erstmal gegenseitig nicht hören können.

Wahre Liebe schluckt nicht herunter sondern handelt vorsichtig, umsichtig und das eine Ziel festhaltend: Die Rettung auch dieser widerspenstigen, kränkenden Seele(n).

Unsere Mission: Menschen mit Liebe gewinnen

Starte heute diese neue Mission: In Liebe handeln wie es Paulus tat. Anschuldigung und Demütigung in Liebe und Vergebung begegnen, das friedliche Gespräch suchend. Dann werden wir ein gesundes in Gott gesegnetes Leben führen können und unserem nächsten ein Anreiz bieten genauso wie wir zu leben. Das schaffen wir jedoch nur durch die Kraft unseres Heilandes, deshalb lasst uns unseren himmlischen Vater im Gebet unsere Bitte um Gnade und Hilfe bekannt werden das wir es allein nicht können und von ihm diese Hilfe Verlangen. Er wird es gewiss tun, denn ein sehr deutliches Beispiel haben wir in dem Apostel Paulus. Gott segne dich und mich persönlich darin!

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