Magnetisiert

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Es ist Januar und üblich für die winterliche Jahreszeit kalt und die Landschaft schneebedeckt. Peter stapft durch den noch frischen Schnee auf dem Gehweg nach Hause. In der Hand hält er seinen neuen Schatz – einen Magneten. Herr Brandl, sein Physiklehrer, hat jedem der Schüler einen Magneten geschenkt. Magnetismus war nämlich heute das Thema der Stunde und um den Schülern die Wirkung von Permanentmagneten auf ferromagnetische Materialien nahezubringen, zeigte der Physiklehrer einige Experimente und gab jedem Schüler einen Dauermagneten mit.

„Herr Brandl sagte, dass es vier Materialarten gibt“, erzählt Peter am Nachmittag seinem Vater in der Garage, „welche in magnetisierter Form in unserem Erdreich vorliegen.“ „Und wie heißen diese? Weißt du das noch?“, fragt sein Vater interessiert. „Ja, es sind Cobalt, Eisen, Nickel und bestimmte Ferrite, also Zusammensetzungen von speziellen Stoffen. Herr Brandl hat jedem so einen Permanentmagneten geschenkt, er besteht aus Eisen. Wenn ich jetzt hier in der Werkstatt etwas finde was ferromagnetisch, also magnetisierbar ist, aber bis jetzt noch keine magnetischen Eigenschaften besitzt, kann ich es mit meinem Magneten zum Magneten machen, quasi magentisieren.“ „Nun mal langsam mein Junge – was bedeutet den ferromagnetisch? Und was sind magnetische Eigenschaften? Das musst du mir mal genau erklären.“

„Also“, beginnt Peter, „Eisen, Cobalt und Nickel sind bei Raumtemperatur ferromagnetisch. Das heißt, wenn sie nicht schon von Natur aus magnetisch sind, also einen Plus- und einen Minuspol und eine Anziehungskraft besitzen, dann haben sie aber die Eigenschaft sich durch ein äußeres starkes Magnetfeld magnetisieren zu lassen. Dies bezeichnet man als Ferromagnetismus. Diese magnetisierten Körper neigen dazu, die magnetische Eigenschaften beizubehalten, solange keine äußere Einwirkung sie wieder entmagnetisiert. Magnetische Eigenschaften sind, dass der Körper einen Süd- und einen Nordpol ausbildet und dass diese jeweils eine Anziehungskraft auf die entgegengesetzte Polung ausüben. Das heißt, wenn ich zwei Magnete miteinander verbinden will, muss ich den Südpol des einen Magneten mit dem Nordpol des anderen Magneten verbinden. Herr Brandl hat Neodymmagnete mitgebracht. Die sind ultrastark und man kann diese kaum trennen so stark ist die Verbindung zwischen den entgegengesetzten Polen. Eine weitere Eigenschaft ist, dass wenn man einen Magneten zerteilt, was jedoch nicht einfach ist, sich wieder zwei vollständige Magnete mit jeweils Süd- und Nordpol bilden. Die letzte Eigenschaft ist, das sich ungleichnamige Pole aufheben, das heißt wenn ich zum Beispiel einen biegsamen Körper habe und den Plus- an den Minuspol heranführe, so besitzen diese keine Kraftwirkung auf einen magnetischen Körper von außen, da sie sich eben in ihrer Kraft gegenseitig aufheben. Das Magnet von außen wird nicht angezogen.“ „Danke, mein Junge, für die super Erklärung“, sagt Vater und fährt fort, „jetzt bleibt mir nur noch eine Frage – du hattest davon gesprochen, dass magnetisierte Körper, also diese Ferromagnete, wieder entmagnetisiert werden können. Wie kann das geschehen?“ Darauf hat Peter gleich die Antwort: „Das geht sogar ziemlich leicht, es kommt darauf an, wie stark der Körper magnetisiert ist. Bei Neodymmagneten ist es ziemlich schwer, aber bei den Ferromagneten leicht. Herr Brandl hat es uns bewiesen indem er einen gerade magnetisierten Weicheisenstab auf den Tisch legte und mit einem unmagnetisierten Hammer darauf klopfte. Nach einer gewissen Zeit nahm er ihn wieder zur Hand und stellte nach einer Überprüfung fest, dass er keine magnetischen Eigenschaften mehr besaß. Danach magnetisierte er ihn nochmal und hielt ihn anschließend über die Flamme eines Bunsenbrenners. Auch nach dieser Aktion war der vorher magnetisierte Körper wieder entmagnetisiert.“

„Junge, Junge, da habt ihr ja wieder einiges Neues gelernt!“ staunt Vater Stadel nicht schlecht und fährt nach kurzer Überlegung fort: „Wenn ich länger darüber nachdenke dann fällt mir ein Bezug zum menschlichen Leben, genauer zum Leben eines Christen ein. Genauso wie dieser unmagnetisierte Körper da in der Werkstatt liegt, zum Beispiel ein kleines Stück Eisen, so ist auch das Leben des Menschen ohne Gott. Er hat keine Bestimmung und kein Ziel – um dem Bild näher zu kommen – keine Ausrichtung. Bis Jesus Christus in sein Leben kommt und dieses komplett umkrempelt. Er bereut seine Sünden, sprich all das was er bisher an falschen Dingen gemacht, getan und gesagt hat und bekommt von Gott eine ganz neue Bestimmung. Sein Ziel ist es fortan als ein Kind Gottes zu leben und auch andere Menschen dazu zu bewegen auf diesen Weg zu kommen, also magnetisiert zu werden. Gott möchte das jeder Mensch diese einzige Rettung findet und Frieden für sein Leben erfährt.

Eine Sache jedoch müssen wir als Christen beachten, genauso wie es bei den magnetisierten Körper möglich ist, dass sie durch äußere Einwirkung ihre magnetischen Eigenschaften verlieren. So ist es auch im Christenleben möglich, dass die Welt uns mit ihren Verlockungen dazu verführt vom schmalen Weg und von unserer Berufung abzukommen. Dieser Prozess kann sehr langsam sein und doch ist er kreuzgefährlich. Wenn wir nicht darauf achten, geht es in unserem geistlichen Leben immer stärker und schneller bergab und wir fallen wieder in das alte Leben zurück. Das soll uns eine große Warnung sein.

Peter ich möchte dir heute Abend zwei Verse aus der Bibel vorlesen:

Der erste steht in 2.Korinther 5,17:

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden.

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Mit diesem Vers beschreibt der Apostel Paulus die Erneuerung und Neubestimmung des vorher verlorenen Menschen durch dessen Buße und Umkehr zu Gott. Es ist wie bei dem vorher unmagnetisierten Material, das nach der Magnetisierung magnetische Eigenschaften besaß. Der zweite Vers steht in Johannes 15,4b:

Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch!

In diesem Vers ist zwar bildlich vom Weinstock die Rede, jedoch denke ich, dass es ebenfalls zu dem Magneten passt. Damit der Magnet nicht durch äußere Einflüsse entmagnetisiert wird, ist es am besten wenn er stets geschützt vor Hitze und Stoß gelagert und in der Nähe anderer Magnete aufbewahrt wird. So kann man sicherstellen, dass er seine magnetischen Eigenschaften nicht verliert.

Peter, auch wir als Christen müssen darauf achten stets in der Nähe, ja direkt bei Gott zu bleiben. Das bedeutet, dass wir seine Gebote halten und so leben wie es in der Bibel steht. Als Christen merken wir es, wenn unser Gebetsleben abnimmt und wir mehr Freude an weltlichen Dingen gewinnen als an geistlichen und dass unser „Magnetismus zu Gott“, unsere Nähe zu ihm abnimmt. Das ist sehr gefährlich. Wenn wir die Gottesdienste und du auch die Jungscharstunde mit einem offenen und bereitwilligen Herzen, Gottes Wort aufzunehmen besuchen, werden wir stets noch mehr und stärker „magnetisiert“ und ausgerichtet auf unser himmlisches Ziel.“

„Papa, das hast du schön erklärt“, sagt Peter nachdenklich, „ich will es mir merken. Der Magnet kommt als Symbol auf meinen Schreibtisch.“ Gerade hat Peter seinen Satz beendet, da tritt auch schon Mutter Stadel in den Raum und ruft die beiden zum Abendessen. Nach diesem interessanten Gespräch haben sie auch schon mächtig Hunger.

Peters Entdeckungen – Intro

 

technology-2082642Peter Stadel ist Schüler eines Gymnasiums in Baden-Wüttemberg. Er besucht zur Zeit die 7.Klasse und besitzt ein starkes Interesse für Technik. Daher ist es kein Wunder, dass er im Gegensatz zu vielen anderen Mitschülern einer der Schüler ist, die sich am meisten auf die nächste Physikstunde freut und sich immer sehr rege beteiligt. Und das liegt auch daran, dass sein Lehrer Herr Brandl die Unterrichtsstunde immer so interessant und anschaulich wie möglich zu machen versucht.

Daheim angekommen, erzählt Peter seinem Vater oft von den Neuigkeiten und den Experimenten, die sie im Physikunterricht von Lehrer Brandl gezeigt bekommen haben. Vater Stadel hört immer aufmerksam zu und gemeinsam basteln sie zusammen so manch ein Projekt in der Garage, entstanden aus Ideen von Peter. Dort hat der Vater seine kleine Werkstatt und einen kleinen Tisch mit zwei Stühlen stehen. Wenn es draußen kalt ist machen sie die Heizung an, kochen einen Tee und unterhalten sich über dies und jenes. Und so manches Mal fällt Vater Stadel, nachdem Peter ihm etwas über ein Phänomen, eine Naturkonstante oder ein elektrisches Bauteil erzählt hat, eine biblische Anwendung zu dem jeweiligen Thema ein. Ja du hast richtig gelesen – die Familie Stadel glaubt an Jesus Christus als ihren Heiland und Erlöser und geht in eine bibeltreue Gemeinde im Nachbarort. Ihr Ziel ist es nach Gottes Willen zu Leben – kurz – so wie es in der Bibel steht. Das dieses Christsein nicht altmodisch und stumpf ist, beweist Vater Stadel Peter immer wieder aufs Neue, gerade durch die Anwendung auf technische Dinge. Da wird es dann immer besonders spannend.

Damit nicht nur Peter diese wertvollen biblischen Anwendungen erfährt, teilt er sie hier mit euch in mehreren Folgen. Möge sie jeden einzelnen anspornen darüber nachzudenken, was die Anwendung für mich und dich persönlich zu bedeuten hat. Freu dich auf ein paar spannende Entdeckungen im Reich der Technik und der Bibel!

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